Regeln fürs Texten im Web Regeln fürs Texten im Web © Pixabay
14 Jun

5 ultimative Regeln fürs Texten im Web

Fassen Sie sich kurz - das könnte die alles entscheidende Regel für das Verfassen von Werbetexten im Web sein. Die Schwierigkeit dabei ist, sich einerseits kurz zu fassen und gleichzeitig gehaltvollen Content zu produzieren. Zwei Fakten, die sich nicht unbedingt ausschließen, sondern die sich vielmehr in der Welt des Onlinetextens ergänzen sollten.

1. Einfacher Satzbau

Es ist von großer Relevanz, dass die Leser Ihrer Webseite die Onlinetexte möglichst leicht erfassen können. Das gelingt Ihnen z. B., indem Sie darauf achten:

  • einfache, leicht verständliche Sätze zu bilden,
  • möglichst nur einen Gedanken, d. h. eine Aussage in einem Satz auszudrücken,
  • Schachtelsätze zu vermeiden,
  • keine Satzmonster zu verfassen.
     

2. Angemessene Satzlänge und Wortlänge
 

Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.

Joseph Pulitzer


Im Netz sind kurze Sätze und kurze Wörter gefragt, die wir schnell und direkt erfassen können. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass wir auf verständliche Satzgefüge mit Haupt- und Nebensätzen verzichten sollten. Als kleine Regel können Sie sich merken, dass Sie am besten einen Satz ab 15-17 Wörtern einmal genauer unter die Lupe nehmen. Fragen Sie sich z. B.:

  • Kann ich auf Füllwörter verzichten?
  • Kann ich die Aussage des Satzes auch auf zwei Sätze verteilen?
  • Ist der Satz womöglich mit zu vielen Fakten überladen?
  • Ist es möglich noch mehr Verben einzusetzen und die Sprache somit aktiver zu gestalten?
  • Kann ich lange Wörter mit einem Bindestrich verbinden, um die Lesefreundlichkeit zu erhöhen:
    So wird das Fußballbildersammelalbum zu Fußballbilder-Sammelalbum 


Natürlich kann man auch diese Tipps nicht immer und generell anwenden, aber es macht durchaus Sinn, die Texte hin und wieder auf diese Kriterien zu überprüfen.

 

3. Zielgruppengerechte Wortwahl und Einsatz von Keywords


Nutzen Sie in Ihren Webtexten die Schlüsselwörter, die Keywords, die der Leser eingibt, um zu Ihrem Angebot zu gelangen. Wichtig ist es außerdem, dass Sie die Sprache Ihrer Kunden sprechen und dass Sie immer die Zielgruppe Ihrer Texte im Hinterkopf haben. Achten Sie darauf, Ihre Inhalte auf den Punkt zu bringen und sie in Worte zu fassen, die zu Ihrer Zielgruppe passen. Nur dann können Ihre Botschaften auch inhaltlich überzeugen. Vermeiden Sie außerdem negative Formulierungen, schließlich ist es nicht wichtig, was Sie nicht anbieten, sondern was Sie bieten, z. B.:

Möglicherweise hat sich der Besuch dieses SEO-Seminars selten so gelohnt wie mit dem Onlinekurs "SEO für Anfänger".

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4. Der Schreibstil


Schreiben Sie aktiv!


Gerade passive Satzgefüge klingen oft nach Amtsdeutsch und lassen sich auf den ersten Blick nur schwer erfassen. Nutzen Sie deshalb aktive Verben. Der angenehme Nebeneffekt: Aktive Satzkonstruktionen sind oft um einiges kürzer als Passivsätze, z. B.:

Herr Peter Westermann wurde vom Firmenvorstand zum neuen Marketing Director ernannt.

besser:
Der Firmenvorstand ernannte Peter Westermann zum neuen Marketing Director.
 

Die Besucher der Preisverleihung wurden von einem Impulsvortrag von Dr. Gerhard Kölber kreativ unterhalten.

besser:
Dr. Peter Kölber schaffte es, die Zuhörer mit seinem Impulsvortrag zu begeistern.


Vermeiden Sie Nominalkonstruktionen

Gerade wenn Sie zu viele Substantive aneinanderreihen, wirken die Sätze sehr steif und sind schwer zu lesen. In der Rechtssprache oder auch in wissenschaftlichen Texten ist dieser Schreibstil durchaus legitim und angebracht, aber auf Ihrer Webseite ist das nicht das Passende. Überprüfen Sie Ihre Texte deshalb immer auf Schachtelsätze und Nominalkonstruktionen. Hier geht es nicht darum, Fachjargon zu vermitteln, sondern die Leser schnell und leicht verständlich zu informieren. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie viele aktive und starke Verben nutzen, die die Lesbarkeit der Texte fördern.
 

5. Nutzen Sie die Macht der Adjektive


Verdeutlichen Sie den Nutzen/die Vorteile Ihres Angebotes mit Adjektiven, die eine bildhafte Sprache unterstreichen. Schreiben Sie verführerische, überzeugende, einzigartige, spannende, herzzerreißende, alarmierende und vor allem bedeutungsstarke Texte. Gerade Adjektive kurbeln unsere Phantasie an und sorgen dafür, dass der Leser sich Ihr Angebot noch besser vor Augen führen kann. Natürlich muss die Wahl der Adjektive immer zur jeweiligen Branche passen, für die Sie gerade texten. Schließlich will kein Besucher einer Autowerkstatt-Homepage blumige Adjektive lesen, die die Wohlfühlatmosphäre betonen: Hier geht es um das einzigartige, besonders (PS-)starke und überzeugend rasante Angebot, oder was meinen Sie?


Wie war das nochmal? Damit Sie auf einen Blick einen kompletten Check Ihrer Texte vor Augen haben, kommt hier das Ganze als Zusammenfassung:


Ihre Checkliste fürs Texten im Web:

  • Fassen Sie sich kurz
  • Bilden Sie einfache, leicht verständliche Sätze
  • Teilen Sie Ihre Text in gut gegliederte Absätze ein
  • Vermeiden Sie Schachtelsätze 
  • Verfassen Sie keine Satzmonster
  • Vermeiden Sie Negativformulierungen
  • Möglichst keinen Fachjargon benutzen
  • Stellen Sie die wichtigsten Aussagen an den Anfang
  • Schreiben Sie aktiv und nicht passiv
  • Nutzen Sie bildhafte Adjektive
  • Verzichten Sie auf Nominalkonstruktionen

text-treffer wünscht viel Spaß und viel Erfolg beim Überarbeiten der Texte - und wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen natürlich gerne unter Kontakt mit Rat und Tat zur Seite.

Gelesen 219 mal Letzte Änderung am Freitag, 11 August 2017 13:18