PR-Arbeit PR-Arbeit © Fotolia/glisic_albina
09 Feb

Mit guter Pressearbeit etwas bewegen!

Als ich vor einigen Monaten den Blogartikel „Die Pressemeldung: Ihr effektives Marketing-Tool“ veröffentlichte, beteiligten sich viele Selbstständige, PR-Spezialisten und interessierte Unternehmer an der Diskussion. Kann man mit PR-Arbeit heutzutage wirklich noch ein breites Publikum erreichen? Sind Journalisten generell noch offen für Pressemeldungen oder werden sie fast ausschließlich in Kombination mit Anzeigen geschaltet? Kurzum: Lohnt sich der Aufwand, über die PR-Schiene an die Öffentlichkeit gelangen zu wollen?

Meine Antwort lautet weiterhin: Ja, es lohnt sich. Auch ich als Gründerin habe in den letzten knapp zwei Jahren immer wieder die Pressearbeit als Marketingmittel genutzt, um in verschiedenen Medien und Portalen auf text-treffer aufmerksam zu machen und mich so einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Und auch einige meiner Kunden konnte ich durch gezielte PR-Arbeit bereits erfolgreich in verschiedenen Medien positionieren. Natürlich schreien nicht alle Redaktionen oder Online-Portale gleich: „Super, genau auf Sie haben wir hier und jetzt gewartet.“ Aber wenn man am Ball bleibt, die Themen interessant zusammenstellt und vor allem Zeit und Ausdauer mitbringt, dann kann man mit PR wirklich etwas bewegen. Allerdings gilt es immer, sich an bestimmte Grundsätze und Regeln zu halten, die im großen PR-Zirkus beachtet werden sollten. Dazu gehören u. a. auch die folgenden Punkte:

Gute Recherche ist alles!
Überlegen Sie genau, welche Redaktion oder welches Portal sich aus welchem Grund für Ihr Thema begeistern könnte. Wollen Sie lokal mehr in den Fokus treten, dann sind Tages- und Lokalzeitungen die richtigen Ansprechpartner. Sind Fachzeitungen Ihre gewünschte Zielgruppe? Dann überlegen Sie genau, wen Sie in der Redaktion wie auf Ihr Thema aufmerksam machen können. Oft gibt es eine Fülle von Ansprechpartnern, die für die unterschiedlichsten Themenbereiche zuständig sind. Wählen Sie hier genau aus, wen Sie für Ihr Thema begeistern wollen und wer der richtige Ansprechpartner sein kann. Falls unklar, fragen Sie direkt nach, bevor Ihre E-Mail an einem falschen Ort schlummert und nie gelesen wird.

Nur nicht ungeduldig werden
Es ist ja nun nicht so, dass die Redakteure darauf warten, endlich von Ihnen angesprochen zu werden. Stattdessen erhalten sie täglich Unmengen von Anfragen und Pressemeldungen, werden zudem meist zusätzlich nicht selten telefonisch kontaktiert und wollen nebenbei auch noch ihre Artikel recherchieren und verfassen. Deshalb hat kein Redakteur direkt Zeit für Ihre An- und Nachfragen, sondern wird diese – so wie es sein strikter Zeitplan zulässt – beantworten. Üben Sie sich in Geduld, fragen Sie nicht zu häufig nach, sondern gehen Sie in angemessenen Abständen noch einmal auf das Thema ein. Bei zu häufigen Nachfragen erreichen Sie eher das Gegenteil, schließlich möchte der Ansprechpartner selbst entscheiden, ob und wann das Thema für sein Medium interessant sein kann.

Beobachten Sie die Berichterstattung
Gerade wenn Sie langfristig mit Ihrer PR-Arbeit am Ball bleiben wollen, ist es wichtig, die Berichterstattung in den Medien genau zu beobachten. Vielleicht hat ein Redakteur gerade einen interessanten Artikel veröffentlicht, zu dem Sie etwas zu sagen haben? Dann nutzen Sie die Chance, diesen einfach mal aus der Reihe zu kontaktieren und ein aktuelles Thema zu diskutieren. Dies könnte dann evtl. auch wieder als Türöffner für ein gemeinsames neues Thema dienen … Hier geht es natürlich darum, die richtige Mischung zu finden und den Redakteur nicht allzu häufig mit Vorschlägen und Themen zu „nerven“, sondern einen persönlichen Kontakt aufzubauen und Ihr Netzwerk so langsam und stetig zu erweitern.

Zeigen Sie sich als kompetenter Dienstleister
Manchmal muss es für Journalisten sehr schnell gehen, gerade wenn ein von Ihnen angebotener Artikel oder eine Pressemeldung gut ins Konzept passt. Antworten Sie deshalb immer zeitnah auf die Anfragen der Redakteure und bieten zusätzliche Informationen und Details an. Falls Sie etwas mehr Zeit benötigen, dann teilen Sie dies direkt mit. So kann die Redaktion besser planen.

Fazit:
- Überlegen Sie sich genau, was Sie für Ihr Unternehmen erreichen wollen und vor allem in welchem Medium. Planlos irgendwelche Redaktionen anzuschreiben macht erstens keinen Sinn und verbraucht zweitens nur unnötig Ihre kostbare Zeit.
- Denken Sie weniger aus Ihrer eigenen Perspektive, sondern vielmehr aus der Perspektive des Redakteurs oder noch besser – versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe: den Leser, Hörer oder Zuschauer. So bekommen Sie ein noch besseres Gespür dafür, was sich diese wünschen.
- Achten Sie immer darauf, dass Angaben im Text komplett und korrekt sind und der Text eine professionelle, vollständige Struktur hat. Nur so kann die Redaktion etwas mit Ihren Inhalten anfangen und muss nicht zusätzlich nachfragen bzw. Angaben hinterfragen.
- Fragen Sie sich immer wieder: Was interessiert meine Zielgruppe? Sehe ich das Thema nicht vielleicht zu sehr aus der Unternehmersicht oder spiegelt es bereits die Interessen meiner Zielgruppe wieder?

Sie haben alles bedacht und fühlen sich gut vorbereitet und startklar für die PR-Arbeit. Dann nichts wie ran an die Texte! text-treffer ist Ihnen gerne dabei behilflich Kontakt.

 

Gelesen 776 mal Letzte Änderung am Dienstag, 15 März 2016 11:37