Wortwechsel mit Tina Gallinaro Wortwechsel mit Tina Gallinaro Jutta Rodriguez
07 Mär

Wortwechsel - Interview 1

Wortwechsel - das ist die neue Interview-Serie von text-treffer. In regelmäßigen Abständen geben hier Experten ab sofort ihr Fachwissen aus den Bereichen Social Media, Marketing, Unternehmensgründung, Webdesign, SEO und vielen anderen Bereichen weiter. Denn neben zielgenauen Texten spielen viele weitere Faktoren eine wichtige Rolle für den perfekten Onlineauftritt und somit auch für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Warum also nicht voneinander profitieren und Fachwissen zielgerichtet weitergeben?
Den Anfang macht heute Tina Gallinaro, die als Social Media Beraterin mit ihrem Unternehmen „Extrawerbung“ kleine und mittelständische Unternehmen auf ihrem Weg ins Social Web unterstützt.

 

text-treffer:
Frau Gallinaro, Sie betreuen jetzt schon seit mehr als 7 Jahren KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) bei der Entwicklung und der Umsetzung einer Social Media Strategie. Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Einstellung der Unternehmen zum Thema Facebook, Twitter & Co. in den letzten Jahren geändert?

Tina Gallinaro:
Ich würde mal behaupten, die Einstellung den sozialen Netzwerken gegenüber hat sich zum Positiven verändert. Wenn man früher noch eine komplette Abneigung gegen diesen „Teufelskram" hatte, ist man den sozialen Medien gegenüber heute schon wesentlich offener eingestellt. Die Unternehmen, die bislang eher abwarteten, welche Erfahrungen ihre Mitbewerber mit Google+, Facebook, Twitter und Co. gemacht haben, starten nun ebenfalls so langsam aber sicher durch. Fakt ist jedoch: sie können den Vorsprung, den ihre Mitbewerber haben, nicht so schnell aufholen. 

Hier muss man einfach fair und offen sagen, dass jedes Unternehmen, das bislang erfolgreich im Social Web vertreten ist, Jahre gebraucht hat, um seine Reputation aufzubauen. Manch einer denkt heute fälschlicherweise immer noch: „Kaum ist man bei Facebook angemeldet, rennen einem die Kunden die Tür ein."
Ohne Disziplin und Durchhaltevermögen braucht man den Schritt in die sozialen Netzwerke nicht zu wagen, dann sollte man es von vornherein einfach lassen.

 

text-treffer:
Wonach besteht denn momentan die größte Nachfrage? Gibt es einen besonderen „Trend“ im Social Media Bereich?

Tina Gallinaro:
Wenn früher Anfragen von Unternehmen bei mir reinkamen, die ihre Social Media Auftritte vollkommen in die Hände von Agenturen legen wollten, weil sie keine Lust oder Zeit haben, sich mit Social Media auseinander zu setzen, dann sehen die Anfragen heute Gott sei Dank anders aus. Es gab mal eine Zeit, da wollten Unternehmen nicht ihren eigenen Namen für das eigene Geschäft herhalten. Klingt merkwürdig, war es auch! Ganz so, als hätte man sich massiv dafür geschämt, womit man im Endeffekt seinen Lebensunterhalt verdient.
Heute wollen die Unternehmen wissen, wie alles im Einzelnen funktioniert und buchen sehr gerne meinen „Learning by Doing" Service. Das liegt wohl auch zum größten Teil daran, dass „windige Agenturen" und selbst ernannte Social Media Experten oftmals mehr Schaden angerichtet haben als wirklich hilfreich zu sein und viele ahnungslose Unternehmen auf solche Machenschaften reingefallen sind. Aber wie sagt man so schön? Ein gebranntes Kind scheut das Feuer und wird sich garantiert kein zweites Mal mehr verbrennen.
Wenn es um Fragen rund um die Social Media Kanäle und/oder den Aufbau und die Erstellung der einzelnen Accounts geht und wie man sich auf jedem einzelnen Kanal bewegen kann bzw. was man dabei beachten muss: All diese Fragen und Tätigkeitsbereiche decke ich ja mit Extrawerbung nun mal ab. Meist entwickelt sich daraus auch eine längere Geschäftsbeziehung, weil man langfristig auf meine Rückendeckung nicht mehr verzichten möchte.

 

text-treffer:
Wie gehen Sie ganz konkret vor bei der Beratung eines Unternehmens? Was sind die ersten Schritte?

Tina Gallinaro:
Zuerst verschaffe ich mir immer einen Überblick über das Unternehmen und versuche herauszufinden, wer den verantwortlichen Part der soziale Netzwerke übernehmen soll. Meist wollen Unternehmen diese unangenehme Sache an Auszubildende weitergeben, was per se eine sehr schlechte Voraussetzung wäre.
Dann geht es darum zu klären: In welchen sozialen Netzwerken ist man bereits angemeldet und welche soziale Netzwerke kommen überhaupt in Frage. Werden die Accounts regelmäßig gepflegt? Bieten die Postings Mehrwert für Kontakte, Kunden und Fans? Hat man sich vorher intensiv genug darum gekümmert, die entsprechende Zielgruppe zu finden?
Danach wird ein Redaktionsplan ins Auge gefasst, den ich zusammen mit dem Unternehmen ausarbeite, sofern dieser noch nicht vorhanden ist. Immerhin ist es wichtig, nicht planlos unterwegs zu sein, damit man sich früher oder später nicht verzettelt.

 

text-treffer:
Gibt es effektive Tools, um den Erfolg der Social Media Kanäle zu messen? Wenn ja, welche würden Sie empfehlen?

Tina Gallinaro:
Alle im folgenden Link aufgeführten Tools nutze ich auch für mich sowie für meine Kunden: Tools Social Media

 

text-treffer:
Worauf wird es Ihrer Meinung nach in der Zukunft im Bereich Social Media Marketing noch verstärkt ankommen?

Tina Gallinaro:
Es ist jetzt schon immens wichtig, im Hinterkopf zu verankern, dass man durch Fankauf und komplette Automatisierung niemals den gewünschten Erfolg verzeichnen wird. Authentizität ist angesagt und das wird sich auch nicht ändern.
Zudem ist es mehr als optimal, wenn man sich als Experte in seinem Bereich positioniert, indem man bloggt. Fehlt das notwendige Verständnis dafür oder steht man mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß, sollte ein Texter hinzugezogen werden, der definitiv auch den Part eines Lektors bedienen kann.
Da Google wertvollen Content liebt, müssen Ideen mit einfließen, die von der Eigenwerbung komplett weglenken.

 

text-treffer:
Was wünschen Sie sich ganz persönlich für Ihre Arbeit als Social Media Beraterin in den nächsten Jahren?

Tina Gallinaro:
Ich liebe es, mich mit Menschen persönlich oder Face to Face unterhalten zu können und ihnen somit mein Wissen zu vermitteln. Persönlich wünsche ich mir, dass die Frage nach dem: „Das ist aber teuer, kann man an dem Preis nicht noch etwas machen?" nicht mehr im Vordergrund steht, denn eigentlich sollte jeder wissen, dass Social Media und Online Marketing Berater ihre Zeit opfern, damit Unternehmen zielsicher ihren Weg durchs Social Web schreiten können. Diese Unternehmen bekommen wertvolles Hintergrundwissen vermittelt und das kann man mal eben nicht innerhalb von kürzester Zeit erklären. Ergo gehen dabei viele Stunden, Tage und Wochen drauf.
Auch wenn ein externer Dienstleister die Betreuung der vorhandenen Kanäle übernimmt, so geschieht das immer im Auftrag des Unternehmens und sollte von daher würdig bezahlt werden. Da ist ein Stundenlohn von 60 Euro durchaus angemessen!

Liebe Tina Gallinaro, text-treffer dankt Ihnen ganz herzlich für das spannende, informative Gespräch.

Mehr zu Tina Gallinaro und ihrem Unternehmen Extrawerbung erfahren Sie unter: Webseite Extrawerbung

Gelesen 1076 mal Letzte Änderung am Dienstag, 29 März 2016 12:25